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Von der Bedarfsanalyse bis zur Eröffnung der neuen Badeanlage
 

Bestandsaufnahme

Die generellen Vorüberlegungen bei der Planung von Sportanlagen gelten naturgemäß auch hier, jedoch sind sie in folgenden Punkten besonders auf die Badeanlagen abzustimmen:

 

Bestandsplan sichten und gegebenenfalls Bestand vermessen bzw. von Vermessungsbüro vermessen lassen

Im Schwimmbadbau und hier ganz besonders bei Schwimmsportanlagen gilt es, sehr exakte Maße einzuhalten.
Bestehende Betonbecken weisen in der Praxis für den Einsatzfall nicht zulässige, beträchtliche Maßabweichungen auf.
Sportbecken sind in den meisten Fällen nicht wirklich fluchtend, sodass sich auch an den Sportbahnlängen beträchtliche Abweichungen zu den internationalen Wettkampfordnungen ergeben können.

Kanalsituation aufnehmen

Die bestehenden Kanäle sind meist nicht in der Lage, die durch geltende Normung vorgegebenen Abwässer aufzunehmen. Der Rückspülwasseranfall kann von den bestehenden Kanälen vielfach nicht aufgenommen werden.

Bauzustand bewerten - Bauschäden analysieren - Standfestigkeit prüfen

Diesbezüglich ist eine Analyse der Schwimmbeckenanlage empfehlenswert, um für eine später zu erfolgende Vorplanung die richtige Werkstoffwahl treffen zu können.
Baugrunduntersuchungen sind im Zweifelsfalle anzustellen, da Schwimmbecken nach der heutigen Technologie setzungsfrei zu gründen sind. Grundwassersituation feststellen. Hochwassermarken festlegen.
Die Überlaufrinnen der Schwimmbecken sind auf +/- 2mm einzunivellieren.

Versorgung für Elektro, Sanitär, Heizung aufnehmen

In den meisten Fällen ist die Versorgung mit Elektroenergie, Trinkwasser und Heizenergie für den Betrieb von zeitgemäßen Anlagen nicht ausreichend. Dies kann auf die Beantwortung der später zu stellenden Standortfrage wesentlichen Einfluss haben. Füllwasseranalysen erstellen (Füllwasser muss Trinkwasserqualität haben, aber nicht jedes Trinkwasser ist als Füllwasser geeignet.)
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Bedarfsanalyse

Einzugsbereich erheben und bestehende Anlagen im Einzugsbereich bewerten

Sind seit der Errichtung des Bestandes im Einzugsbereich andere Anlagen entstanden oder revitalisiert worden?

Nutzergewohnheiten der bestehenden Anlage erheben

Die Wünsche und Erwartungen der künftigen Benutzer ergründen.

Standort aufgrund der u.U. geänderten städtebaulichen Bebauung überprüfen.

Hier haben naturgemäß auch die anläßlich der Bestandsaufnahme festgestellten Mängel einzufließen.
Oftmals hat um Freibadeanlagen eine rege Siedlungstätigkeit stattgefunden, weshalb eine Freibadeanlage bzw. Sanierung dort nicht mehr zweckmäßig erscheint.

Bauträger- und Betreiberschaft festlegen

Manchmal scheint es zweckmäßig, eine Badeanlage aus der Hoheitsverwaltung der Stadt aus- und in andere städtische Unternehmen einzugliedern, u.U. Zweckgemeinschaften zu gründen.

Beispielgebende Anlagen besichtigen

Finanzierbarkeit prüfen bzw. Finanzierung sichern

Darauf wird wesentlich Einfluss nehmen, wie die Bauträger- bzw. Betreiberschaft gelöst wurde.

Pflichtenheft festschreiben

Um passgenaue Vorprojekte erarbeiten lassen zu können, ist anzuraten, ein grobes Raumkonzept sowie die Zweckbestimmung der Anlage festzuschreiben.
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Vorprojekte aufgrund des Pflichtenheftes erarbeiten lassen

Mittel für die Erarbeitung der Vorprojekte bereitstellen

Ausschuss bzw. Jury gründen

Dieses zur Wahl stehende Gremium muss ein bäderspezifisches Wissen erarbeiten. Dazu wird es notwendig sein, beispielgebende Anlagen zu besichtigen und intern für einen möglichst weitreichenden Wissensaufbau zu sorgen, um nach Vorlage der Vorprojekte die richtige Auswahl treffen zu können.

Förderungsmöglichkeiten erkunden

Die möglichen Förderungen sind in den Bundesländern und Regierungspräsidien sehr unterschiedlich. Darüber hinaus beeinflusst auch die Zweckbestimmung der Anlage deren Förderungswürdigkeit. Vorteilhaft kann es sein,  übergeordnete Behörden einzubinden bzw. deren Beratung einzuholen.
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Projektauswahlen

Aus den eingegangenen Vorprojekten Auswahl treffen
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Planungsphase

Zeitplan unter Berücksichtigung der Nutzungsdauer von Schwimmbädern erstellen

Freibäder werden in den Sommermonaten, Hallenbäder vornehmlich in den Wintermonaten frequentiert. Somit ist eine Sanierung während der Betriebsstillstandszeiten anzustreben. Bereits in der Planungsphase ist darauf zu achten, denn so kurze Bauzeiten verlangen nach koordinierter Vorgangsweise. Auch ist die Entscheidungsfähigkeit der Kommunalverwaltung in einem Kalenderjahr nicht durchgängig gleich.

Gesetzliche Bestimmungen sichten

Die Planung hat auf die geltenden Normen aufzusetzen. Der Gemeindeunfallversicherungsverband hat bei diesen Anlagen gehört zu werden.

Werkstoffwahl treffen

In einer Badeanlage kommt der Werkstoffwahl für das Herz der Anlage - die Schwimmbecken - wesentlicher Stellenwert zu. Auch auf den Sanierungszeitplan hat die Werkstoffwahl augrund der physikalischen  Eigenschaften wesentlichen Einfluss.
Schwimmbeckenauskleidung, wie etwa Verfliesung kann nur in frostfreien Perioden erfolgen. Metallschwimmbecken können zwar in den Wintermonaten montiert werden, jedoch hat die Beckenmontage in frostfreien Zeiträumen zu erfolgen.

Festlegen der Verfahrenskombination der Badewasseraufbereitung

Auch hier ist eine Werkstoffentscheidung zu treffen. Außenrohrleitungen, vornehmlich aus Polypropylen/PVC hart oder ähnlichen, sind nur in frostfreien Zeiträumen möglich.

Beheizungsart auswählen

Die Beheizung von Schwimmanlagen wird in den meisten Fällen durch Einsatz von Alternativenergien erfolgen.
Durch Entscheidung in diesem Fragenkomplex kann eine Verknüpfung mit anderen städtischen Unternehmen herbeigeführt werden (Blockheizkraftwerke oder ähnliche).

Vergabeart festlegen

Schwimmbadbau ist Spezialistenarbeit.
Es ist zu prüfen, wie weit badspezifische Anlagen in Lose zusammengeschlossen werden können. Beispiel: Schwimmbecken mit der Beckenhydraulik und Badewasseraufbereitung. Vergabe der gesamten Bauleistung an Generalunternehmer.

Ausschreibungsart festlegen

Offenes Verfahren, nicht offenes Verfahren nach vorangegangenem öffentlichen Teilunternehmerwettbewerb, freihändige Vergabe.

Erstellen der Leistungsverzeichnisse
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Einholen Baugenehmigungen

Einarbeiten der Auflagen aus dem Baugenehmigungsverfahren in die Ausschreibungsunterlagen
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Vergabe der Leistungen
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Detailplanung

In Abstimmung und unter Einbeziehung des Know Hows der Fachunternehmen
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Durchführungsphase

Nach Finanz- und Terminplan
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Eröffnung
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